Die schönsten Dinge der Welt kann man weder sehen noch berühren; man fühlt sie mit dem Herzen.
Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry war mein Lieblingsbuch, als ich aufwuchs. Es ist eine Allegorie über Liebe, Einsamkeit und Verlust: Ein Pilot stürzt mit seinem Flugzeug in der Sahara ab, und während er es repariert, taucht wie durch Zauberei ein kleiner Junge auf, den er den „kleinen Prinzen“ nennt, und der Prinz erzählt ihm fantastische Geschichten aus seinem kurzen Leben, bevor er den Planeten Erde verlässt. Es ist ein Kinderbuch für Erwachsene. Die Seiten sind voller Weisheit, und ich habe es wieder und wieder gelesen. Ich lese es heute noch.
Eine Stelle ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Der kleine Prinz begegnet einem Fuchs, und der Fuchs sagt ihm, dass „die schönsten Dinge auf der Welt weder gesehen noch berührt werden können, man fühlt sie mit dem Herzen“. Ich habe dieses Gespräch immer so verstanden, dass die Schönheit materieller Dinge nie an die Schönheit dessen heranreicht, was wir in uns fühlen. Egal, wie viel Geld wir verdienen, egal, welche Annehmlichkeiten und welchen Luxus dieser Welt wir uns leisten können: Nichts kommt an die Annehmlichkeiten und den Luxus der Liebe heran. Nichts ist so schön wie die Liebe.
Wir alle werden mit der Fähigkeit geboren, Liebe zu geben und zu empfangen. Wenn wir jung sind, kennt unser Herz keine Schutzmauern. Wir haben keine Angst, unsere wahren Gefühle zu zeigen. Wir lieben offen und ehrlich. Aber wenn wir älter werden, sehen wir die Unvollkommenheit der Welt. Wir lernen Angst und Hass und Liebeskummer und Enttäuschung und Schmerz kennen. Wir vergessen, auf unser Herz zu hören. „Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen“, schrieb Saint-Exupéry, „aber nur wenige erinnern sich daran.“
Im Laufe der Jahre habe ich meinen Anteil an Enttäuschung und Liebeskummer abbekommen. Ich habe meinen Vater verloren. Ich habe meinen besten Freund verloren. Ich habe mir eine dicke Haut zugelegt, um mich vor dem Schmerz zu schützen. Ich habe meinen Verstand über mein Herz gestellt. Ich habe aufgehört zu weinen. Aber in letzter Zeit beginne ich, mein inneres Kind wiederzuentdecken: Ich teile meine Gefühle wieder offener; ich habe wieder angefangen zu fühlen. Zum ersten Mal seit Langem habe ich gelacht, bis ich weinte, und geweint, bis ich lachte. Ich habe mich verletzlich gemacht, und ich habe wieder angefangen zu lieben.
Lieben heißt, sich ohne Garantie zu verpflichten, sich ganz hinzugeben in der Hoffnung, dass unsere Liebe im geliebten Menschen Liebe hervorruft.
Unsere größte Herausforderung im Leben ist es, in Liebe zu leben, aber wir müssen darum beten, dass wir die Liebe finden, wenn wir unser Herz öffnen, wenn wir die Deckung fallen lassen und uns verletzlich machen. Lieben, sagte Erich Fromm, heißt, sich ohne Garantie zu verpflichten, sich ganz hinzugeben in der Hoffnung, dass unsere Liebe im geliebten Menschen Liebe hervorruft. Es ist ein Akt des Glaubens, und wer keinen Glauben hat, hat wenig Liebe.
Als mein Vater starb, war mein einziges Bedauern, dass ich ihm nie gesagt hatte, wie sehr ich ihn liebe. Wenn ich nur eine einzige Minute zurückhaben könnte, wenn ich nur eine einzige Sekunde mit ihm zurückhaben könnte, würde ich ihm sagen: „Ich liebe dich.“ Wenn du also das nächste Mal deinen Partner oder deine Partnerin siehst, vergiss nicht, „Ich liebe dich“ zu sagen. Ruf deine Eltern und einen alten Freund an und sag: „Ich liebe dich.“ Sag „Ich liebe dich“ auch zu deinem Nachbarn und zu einem Fremden. Vielleicht bekommst du nie eine zweite Chance.
Es ist immer leichter, vor der Liebe wegzulaufen, als auf sie zuzugehen. Du musst den ersten Schritt machen.
Denk daran: Jeder Mensch, dem du begegnest, ist genauso voller Angst und genauso voller Liebe wie du. Es ist immer leichter, vor der Liebe wegzulaufen, als auf sie zuzugehen. Du musst den ersten Schritt machen.
Deshalb baue ich das menschliche Netzwerk. Es wurde auf Liebe gebaut. Es ist der erste Schritt. Es bringt die Welt in Liebe zusammen.
Der Weg zur Liebe kann lang und einsam sein, aber ich bin auf dieser Reise bei dir. Also komm mit. Dort am Horizont, wo dunkle Wolken einst die Sonne verdunkelten, sehe ich ein strahlendes, wunderschönes Licht.
Ich liebe dich mehr, als Worte sagen können.
Love, Orkut
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